Sibylle Kappes

  • / Regie Dok-Film
Sibylle Kappes

Kontakt

Sibylle Kappes
Marienburgerstr. 47
Berlin
Deutschland
+4916091090786
contact@sybel.eu
www.sybel.eu

Biografie

Profil / Arbeitsbereich

Dokumentarfilm, Essaifilm

Awards: Robert-Bosch-Stiftung Grenzgänger Rechercheförderung 2018

Ausbildung

aufgewachsen in Winsen/Luhe, 1994 Abitur.

1995 - 1997 Reiseaufenthalt in Nord- bis Südafrika.

1999 – 2000 Grundlagenstudium an der FKB (Freie Kunstschule Berlin), in Anschluss Arbeit als Freelancer (Kameradepartment) bei Film- und Fernsehen.

2001 – 2003 Weiterbildung zum NLP Master und Coach, gleichzeitig Gründung des EU-geförderten k-projekt. Damit Auseinandersetzung mit sozialverträglicher Werbung und erste installationshafte Arbeiten im öffentlichen Raum.

2013 BA Deutsche Literatur/ Philosophie mit Nebenhörerschaften an der HFS Ernst Busch und KH-Weißensee.

2014 – 2017 Asienaufenthalt kreisend um den Himalaja.

Seit 2006 ist die Kollage für sie Thema. 

Sprachen

Deutsch, English, ein paar Brocken Tibetisch

Filmografie

GE8EN

GE8EN
Dokumentarfilm, Essay-Film, Experimental 2013
Produktion: Stefanie Meissner

GX - Die alljährliche Tagung der Weltmächtigsten fand 2007 in Rostock Heiligendamm statt. In drei Zonen war dieser Politevent umzäunt: dem Hotel, dem Presseraum, und dem restlichen Außen. GE8EN ist das fragmentarische Portrait einer Protestkultur zwischen Polizei und Party im Außenbereich des G8-Gipfels. Großdemonstration in Rostock, Blockaden zwischen Feld und Flur, Hubschraubereinsatz, „Zivibullenouting“, Verhandlungen am Lagerfeuer und der Morgen danach. Amateuraufnahmen von Gewohnheitsdemonstranten und Bilder der Überwachungskamera einer Drohne auf das leere Hotel werden professionell montiert, Pressemeldungen beigefügt. Fünf Kameras folgen den Ereignissen; auf eine Story wird bewusst verzichtet. Die Filmemacherin minimiert so den kommentierenden Eingriff, auch die Chronologie der Szenen bleibt authentisch. Bild und Tonmaterial werden immer wieder gegeneinander gestellt, und erweitern so die Perspektive. GE8EN geht es um die Frage nach Wirklichkeit in der chaotischen Hochdruckzone zwischen Macht und Gegenmacht und um die Konfrontation von unmittelbar erfassbarer mit medialen Realitäten. Der Zuschauer wird zum Zeugen, zum Teilnehmer, zum Voyeur, zum Gegner, zur Projektionsfläche. Dieser Film fordert heraus. Wer sich einlässt, wird auf sich zurückgeworfen und muss sich orientieren in einer Situation, in der Subjektivität durch Masse aufgehoben und Objektivität nicht möglich scheint.

FORUNDJE

FORUNDJE
Dokumentarfilm, Essay-Film 2011

Äthiopien aus Sicht des Rucksackreisenden - im Fokus: Kinder. Hemmungslos nähern sie sich dem Fremden, fasziniert, manchmal provokativ, immer unverblümt. Essayistisch führt der Reisebericht in unwegsames Gelände, aus der Stadt tief ins Hinterland, wo die Menschen das Leben vorhergehender Jahrhunderte leben. Er verzaubert vor allem durch seine ungefilterte Sicht auf eine mystische, traditionsreiche Kultur. Der Blick auf den Kinderreichtum des Landes offenbart die Differenzen zwischen den Kulturen. Es entfaltet sich eine Neugierde auf den anderen Menschen, auf die Fremde, ohne zu überwältigen, ohne sich anzubiedern. Man selbst empfindet sich als Fremdester. Wir sind auf einer Bühne, wo Spielende plötzlich Zuschauer und Zuschauer plötzlich Spielende sind. Eine Weltbühne mit fragenden Gesichtern, Winkenden und Rufenden. In loser Reihe unkommentierter Begegnungen untersucht FORUNDJE so die Schnittstelle von Reisebewegung und Land. Geschichten alltäglicher Kontaktaufnahme zeigen, was in konventionellen Dokumentationen übersprungen wird – Begrüßungen, Bettelei, Einladungen, Zurufe. Die Reisenden sieht man nur im Anschnitt. Diese Differenz zwingt in die Selbstreflexion. Weiß-Sein wird thematisch.